12.04.08

Spinntreffen

Am Wochenende war ich zum ersten Mal bei einem Spinntreffen, dem 9. Spinntreffen der Firma Traub. Ursprünglich wollte ich mich ja eigentlich nur für einen Fortgeschrittenen-Spinnkurs anmelden. Ich bekam dann allerdings einen Anruf, dass der Kurs ausfällt, weil zeitgleich das Spinntreffen wäre und ob ich nicht Lust hätte, mich stattdessen hier anzumelden. Nach kurzem Überlegen habe ich dann tatsächlich das Anmeldeformular ausgefüllt und war gespannt, was mich da wohl erwarten würde.

Das Treffen fand im Freizeitheim "Schlosshof" in Schelklingen (das ist ein kleiner Ort bei Blaubeuren, auf der schwäbischen Alb) statt, was von Stuttgart nur eine Autostunde entfernt, aber trotzdem eine ganz andere Welt ist. Diese himmlische Ruhe! Keine Nachbarhäuser! Das ist man als geplagter Städter ja gar nicht gewöhnt!

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Drinnen ging's allerdings längst nicht so ruhig zu. Wir waren ungefähr 60 Leute, das Haus voll bis unter's Dach (wo man im Matratzenlager gemütlich schlafen konnte), und im großen Ess- und Versammlungsraum wurde rege gesponnen, gestrickt, gehäkelt, gewoben und natürlich auch viel geredet und gelacht.
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Sehr interessant fand ich auch das Angebot an kostenlosen Workshops. Ich habe mir ausgesucht: Kardieren, Edelhaare Spinnen (die meisten Fasern waren gar nicht so schwierig zu verarbeiten, nur das Yak...auf meinem Louet eine Katastrophe...) und Nadelbinden (das muß ich noch mal weiter vertiefen). Außer vielen Spinnrädern (Ashford und Schacht) gab es auch noch 2 Kardiermaschinen, die man das ganze Wochenende benutzen konnte. Bei der Auswahl an Fasern ein Traum!
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Ich habe mir aus Bergschaf, Tussahseide und Kidmohair vier verschiedene Farben zusammenkardiert, die ich natürlich gleich anspinnen mußte.
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Ein bißchen Shopping mußte auch noch sein. Ich habe mich, im Vergleich, noch richtig zurückgehalten: bescheidene drei Tüten haben mit mir die Heimreise angetreten.
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Darin war: ein paar Handkarden, 500g Corriedale/Alpaka Mix in grün, 500g naturfarbene Polwarth-Wolle, 600g pistaziengrüne Bergschaf-Wolle, ein Probepäckchen Bergschaf, 500g naturfarbenes Kidmohair und jeweils ca. 300g Tussah- und Maulbeerseide (sooo glatt und weich!!!).
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Was mich allerdings wirklich umgehauen hat, war, dass ich aufgrund meiner Strickjacke als "Snorka" erkannt wurde. Das hätte ich nicht gedacht (und hat mich sehr gefreut, umso mehr natürlich, als ich gehört habe, dass mein Blog gerne gelesen wird)!

Alles in Allem war's ein tolles Wochenende mit vielen netten Leuten, interessanten Gesprächen und viel Spass. Das war ganz bestimmt nicht mein letztes Spinntreffen!

Some pictures of my first spinner's meeting last weekend. I really enjoyed it!

05.04.08

Mon Cheri(e)...

Neben den Neffenpullovern habe ich auch noch Cherie (von Kim Hargreaves aus dem Buch Vintage Style) zu Ende gestrickt. Zum Glück wusste ich schon - Ravelry sei Dank!- dass die Anleitung nicht so ganz zum Foto und zur Schemagrafik des Modells passt, sonst hätte ich vielleicht doch etwas an meinen Fähigkeiten, Strickmuster zu lesen, gezweifelt. Normalerweise sind Kim Hargreaves’ Anleitungen eigentlich sehr präzise geschrieben, aber diese hier ist wirklich ziemlicher Murks:
Angefangen bei den Ärmeln, die in der Grafik ganz anders dargestellt sind, als sie tatsächlich werden.

Along with the two nephews’ sweaters I completed Cherie from the book “Vintage Style” by Kim Hargreaves too. Thanks to Ravelry I already knew that there are some discrepancies between the pattern and the picture. If you follow the pattern you get bell sleeves not the sleeves shown in the schematic. And if you like the collar as it is pictured you should cast off approximately 10 cm earlier than the pattern tells you.

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Auch der Halsausschnitt ist völlig anders als auf dem Foto dargestellt: Anstelle eines weiten, femininen Rippkragens bekommt man eher einen klassischen Pulloverkragen (dafür weniger Reihen Rippmuster als angegeben stricken, sonst wird’s ein hoher Stehkragen). Wer den Halsausschnitt so möchte, wie im Buch abgebildet, muss mindestens 10 cm früher an den Ärmeln und an Vorder- + Rückseite abketten.

Ich habe den Pullover fast genau nach Anleitung gestrickt und finde ihn eigentlich ganz schön so. Er ist ein ganzes Stück weiter als die Pullover, die ich mir sonst stricke und sieht aus, als hätte ich ihn von meinem Freund geborgt. Nur der Name „Cherie“ passt nicht mehr so richtig, „Boyfriend Sweater“ wäre vielleicht treffender.

But apart from that I really like how the sweater turned out. It’s a bit wider than the sweaters I usually knit for myself and looks like I borrowed it from my boyfriend (maybe “Boyfriend Sweater” would be a better name for this pattern than “Cherie”…).

Cherie

Das Garn, Scottish Tweed DK von Rowan, ist zwar ein bisschen kratzig, aber wegen seiner Struktur und der schönen Farben eins meiner Lieblingsgarne. Besonders die Farbe „Herring“ hatte es mir schon seit längerem angetan: von weitem wirkt der Farbton wie mattes Graublau, aber von nahem erkennt man, dass das Grau aus vielen bunten Farbsprengseln zusammengesetzt ist - wirklich hübsch!

Beim Zusammennähen fiel mir auf, dass die Nähte und die Rückseite eigentlich durchaus vorzeigbar sind, und so habe ich versucht, die Fadenenden komplett in den Nähten verschwinden zu lassen. Das Resultat: ein beidseitig tragbarer Pullover!

The yarn, Rowan’s Scottish Tweed DK, is a bit scratchy, but because of the texture and the beautiful colours it is one of my favourites. The shade I used for this project (“Herring” ) is a dull blue, but if you look closer it’s got little dots of yellow, red and blue in it - really lovely!

While sewing the pieces together i noticed that the “wrong” side an the seams are pretty presentable too. So I decided that this would be my first reversible Sweater!


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Zum Schluss habe ich noch eins meiner neuen Etiketten am Bündchen angenäht (die Bezugsquelle hat mir Meike vor einiger Zeit verraten).

Fertig!

At the end i sewed on one of my new labels because I thought that the sweater needed a little “something”.

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Hier noch, kurz zusammengefasst, die technischen Details (bei Ravelry auch hier zu finden):

Modell / pattern: Cherie aus Vintage Style von Kim Hargreaves
Größe / size: XS
Garn / yarn: Rowan Scottish Tweed DK, Herring, 9 Knäuel / skeins
Nadelstärke / needle size: 3,75 + 4,00 mm


Übrigens: „Oh! You pretty things” ist ein Titel von David Bowies legendärem Album Hunky Dory.

By the way: Oh! You pretty things! is a song from David Bowies’ legendary album Hunky Dory.

01.04.08

Aprilscherz / April Fool

Aprilscherz

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